Schlafmittelabhängigkeit

Diagnose und Behandlung im Detail

Diagnose

Vorgehen in der Diagnostik

Der Schlafspezialist geht bei der Diagnose sehr sorgfältig vor, denn hinter jeder Ein- und/oder Durchschlafstörung können verschiedene Ursachen stehen, die sich nur mit einer genauen Analyse der Entwicklung und der Präsentation der Schlafstörung oder durch eine Untersuchung im Schlaflabor erkennen lassen. So kann sich im Schlaflabor z.B. zeigen, dass die eigentliche Ursache der Schlafstörungen (wegen denen ein Schlafmedikament eingenommen wird) eine Atemstörung ist oder Beinbewegungen den unruhigen Schlaf verursachen. Dazu finden sich häufig Hinweise auf Parasomnien oder Epilepsien, die den Schlaf und damit die Erholung stören.

 

Behandlung

Details zur Behandlung
Der Schlafmediziner wird einerseits die diagnostizierten Schlafstörungen gezielt behandeln und andererseits den Patient zur schrittweisen Absetzung des Schlafmedikaments (ausschleichen) instruieren. Dies ist vor allem dann erfolgreich, wenn gleichzeitig eine neu diagnostizierte Störung spezifisch behandelt oder mit Verhaltensveränderungen die bestehende Ein- und Durchschlafstörung verbessert werden.

Das Absetzen des Medikaments zu Hause (also ambulant) erfolgt in der Regel während eines längeren Zeitraums. Entzugssymptome lassen sich so meistens in Grenzen halten. Die Spezialisten der Kliniken für Schlafmedizin vermitteln den Patienten begleitend Mittel zur Selbsthilfe:

Zunächst klärt der Schlafspezialist mit dem Patient, unter welchen Umständen die individuellen Schlafprobleme entstehen. Dann unterstützt er ihn mit verhaltenstherapeutischen Massnahmen und Strategien (z.B. bessere Schlafhygiene, Entspannungstechniken), mit denen der Patient die Störungen seines Schlafs selber beseitigen kann.

Wenn beim ambulanten Absetzen Probleme auftreten, die sich nicht im Gespräch mit den Ärzten und Therapeuten lösen lassen, besteht die Möglichkeit des Absetzens in der Klinik für Schlafmedizin in Bad Zurzach (also stationär).

In der Schlafklinik

In den Kliniken für Schlafmedizin geschieht das Absetzen von Schlafmitteln meistens ambulant. Nur in Einzelfällen bedarf es eines stationären Aufenthalts.

Nach zwei bis drei Wochen in der Klinik hat sich der Schlaf der meisten Patienten soweit verbessert, dass sie die Anforderungen des Alltags wieder gut meistern können und auch zu Hause gut schlafen. Zu Hause wird sich dann der Schlaf allmählich weiter normalisieren.

Eine solche Behandllung braucht Disziplin, Zeit und Geduld, bis sich der Schlaf ohne Schlafmittel wieder einstellt und normalisiert.