Narkolepsie

Schläfrigkeit und Narkolepsie

Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ursachen

Ursachen der Hypersomnie sind:

  • Schlafmangel
  • Schlafstörungen bzw. schlechte Schlafqualität 
  • Störungen des zentralen Nervensystems
  • Schlaf-Wach-Rhythmus-Störungen
  • Medizinische Ursachen

 

Bei dem Grossteil der Narkoleptiker fehlt ein wachmachender Übertragungsstoff im Hirn (Hypocretin oder Orexin). Dies führt zu einem Ungleichgewicht der Schlaf-Wach-Regulation im Hirnstamm und im Zwischenhirn. Die Narkolepsie ist somit eine Störung des Schlaf-Wach-Systems und keine psychische oder epileptische Erkrankung.

Ein familiärer bzw. genetischer Anteil bei der Entstehung von Narkolepsie ist belegt: Kinder von Narkolepsiekranken haben achtmal häufiger Probleme mit Tagesschläfrigkeit.

Neben der Veranlagung muss aber noch mindestens ein zweiter Faktor zur Auslösung der Krankheit beitragen, denn von eineiigen Zwillingen ist meist nur einer von Narkolepsie betroffen.

Behandlung

Die Therapie einer Hypersomnie stützt sich auf verschiedene Säulen. Die wichtigste ist dabei die optimale Behandlung des Schlafverhaltens und einer möglichen Grunderkrankung.

Wenn keine Grunderkrankungen erfassbar sind – oder diese nicht spezifisch behandelt werden können – beruht die Therapie auf zwei Säulen:

  • Kurzschlafphasen am Tag, zur Verminderung der Tagesschläfrigkeit
  • Behandlung mit stimulierenden Medikamenten


Bei exzessiver Tagesschläfrigkeit, deren Ursache nicht in einer oder mehreren anderen Erkrankungen gefunden wird, kommen Verhaltenstherapien und/oder medikamentöse Behandlungen in Frage.

Die Behandlung der Narkolepsie beruht auf 3 Säulen:

  • Genügend Schlaf
  • Kurzschlafphasen am Tag
  • Genügend guter Nachtschlaf (sehr oft mit medikamentöser Hilfe)
  • Behandlung der Schläfrigkeit mit wachmachenden Medikamenten (Stimulantien)
  • Unterdrückung der Muskelschwächen bei Emotionen (Kataplexien) mit Medikamenten

Symptome

So unterschiedlich die Ursachen einer Hypersomnie sind, so verschieden zeigen sich auch die Beschwerden der Betroffenen. Einige Beschwerden haben jedoch die meisten Hypersomniker gemeinsam:

  • Seit über drei Monaten leiden sie tagsüber an starker Schläfrigkeit bzw. einem manchmal unwiderstehlichen Schlafbedürfnis.
  • Bei monotonen Tätigkeiten (z.B. Fahren auf der Autobahn) oder in körperlich passiven Situationen (z.B. Zeitung lesen) drohen sie nach wenigen Minuten einzuschlafen.

 

Bei der Narkolepsie steht die Schläfrigkeit im Vordergrund, die als Schlafattacken, als Dämmerzustand, als schnelle Ermüdbarkeit oder als dauernde Müdigkeit und Schläfrigkeit in Erscheinung treten kann. 

Als weitere Symptome bei Narkoleptikern können auftreten: 

  • Kataplexie, Muskelschwächen bei Emotionen, vor allem beim Lachen
  • Schlaflähmung, die Unfähigkeit sich beim Einschlafen/Aufwachen zu bewegen
  • Halluzinationen beim Einschlafen und/oder beim Aufwachen
  • gestörter Nachtschlaf

Diagnose

Die Unterscheidung zwischen neurologisch-psychiatrischen und internistischen Störungen ist eine Herausforderung. Es müssen für die Diagnose internistische, neurologische und psychiatrische Abklärungen vorgenommen werden. Oft können bereits in der ersten Befragung klare Hinweise auf eine Ursache (wie z.B. Kataplexie bei Narkolepsie) erhoben werden.

Die Erfassung der Narkolepsie und der Begleitsymptome stehen im Vordergrund. Es gibt verschiedene Narkolepsieformen  - mit oder ohne Kataplexie.

Die Diagnose wird im Schlaflabor mit einer nächtlichen Untersuchung und einer Schläfrigkeitsmessung am Tag (Multipler Schlaflatenztest oder MSLT) bestätigt.

Dazu kann das Fehlen des Übertragungsstoffes (Hypocretin/Orexin) im Hirn in der Rückenmarksflüssigkeit nachgewiesen werden.

Broschüre_Narkolepsie (0.9 MB)

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