Atemaussetzer im Schlaf

Symptome, Ursachen, Diagnose und Behandlung

Ursachen

Atemaussetzer durch das Zusammenfallen der Atemwege
(obstruktive 
Apnoe):
Es handelt sich um eine ernsthafte Erkrankung, die Apnoe (Atemausetzer).
Ursache ist bei den Betroffenen ein Zusammenfallen der Atemwege im Bereich des Gaumens, was zu Atemaussetzern und wiederkehrendem kurzen Aufwachen führt.

Atemaussetzer durch Veränderung der Atemsteuerung
(zentrale Apnoe):

Im Wachzustand wird unsere Atmung zu einem guten Teil willentlich gesteuert. Z.B brauchen wir Luft zum Sprechen. Im Schlaf messen Sensoren das Resultat der Atmung im Blut (Sauerstoff, CO2 und Säuregehalt) und das Gehirn entscheidet aus diesen Rückmeldungen, wann und wieviel geatmet werden muss und gibt in diesem Sinn Befehle an die Atemmuskulatur.
Störungen der Messschwellen – oft verursacht durch Erkrankungen (z.B. bei verminderter Herzleistung) – können zu Veränderungen der Atmung und zu Atemaussetzern führen.

Behandlung

Leichte Apnoe: Verhalten ändern
Bei einer leichten Apnoe können bei Übergewicht eine Gewichtsabnahme, eine Verminderung  des Alkoholkonsums (besonders am Abend), Absetzen des Rauchens sowie das Vermeiden von Schlafmitteln und dem Schlafen in Rückenlage helfen.

Bei leichten bis mittleren Apnoeformen können Zahnschienen, die den Unterkiefer vorverschieben und nur in der Nacht getragen werden, zu einer Besserung führen.

Daneben gibt es wenige alternative Behandlungsansätze, die nachweislich wirksam sind, wie z.B. die medizinische Digerdoo-Behandlung Asate-Therapie bei Schlafapnoe.

Schwere Apnoe: Überdruckatmung mit dem CPAP-Gerät

Bei schwereren Formen der Apnoe oder bei Patienten, bei denen oben erwähnte Behandlungen nicht wirksam oder nicht durchführbar sind, steht die Behandlung mit Überdruckatmung im Vordergrund.

Mit Hilfe eines so genannten CPAP-Geräts wird dabei während des Schlafs der Druck in den Luftwegen so weit erhöht, dass das Zusammenfallen der Atemwege verhindert wird und das Atmen mühelos möglich ist und gleichzeitig Schnarchen verschwindet. Bereits nach der ersten Behandlungsnacht erleben die Patienten ihren Schlaf meist als viel erholsamer.

Chirurgischer Eingriff

Bei jungen Patienten und Personen mit Gesichtschädelformen, die eine obstruktive Apnoe begünstigen, kommt eine chirurgische Behandlung mit Vorverschiebung des Ober- und Unterkiefers in Frage. Dieser drastisch scheinende Eingriff ist heute gut durchführbar und ebenso wirksam wie die CPAP-Behandlung.

Symptome

Die wichtigsten Symptome sind:

  • Schnarchen mit Atempausen
  • Erhöhte Schläfrigkeit oder Müdigkeit am Tag anfangs vor allem in ruhigen Phasen. Andere Hinweise sind in der Nacht nach Luft Schnappen, Schwitzen, häufige Toilettengänge
  • Wichtig: ca. 20% der Menschen mit diesen Atemstörungen schnarchen nicht. Frauen reagieren häufiger mit Müdigkeit am Tag als mit Schläfrigkeit.

Die wichtigsten Symptome einer zentralen Schlafapnoe:

  • Atemaussetzer vor allem im Wach/Schlafübergang, die einzeln auftreten oder aber auch in einem Muster mit abwechselnd zunehmender und abnehmender Atmung auftreten können. 
  • Oft bei verminderter Herzleistung (Herzinsuffizienz) oder auch bei Nierenversagen oder nach einem Schlaganfall beobachtet.

Diagnose

Die Beobachtung Dritter ist entscheidend: besteht Schnarchen, bestehen Atemaussetzer? Und wirkt sich die verminderte Schlafqualität auf die Erholung des Schlafes aus?

Erste Hinweise auf die Diagnose können sich durch eine Übernachtmessung der Sauerstoffsättigung, die immer wieder auftretende Abfälle des Sauerstoffs nachweisen kann, ergeben.

Besser ist eine polygrafische Untersuchung, die zusätzlich mit Bändern um Burstkorb und Bauch die Atemarbeit  misst, und so die Art der Atemstörung (zentral oder obstruktiv) feststellen kann.

Die beste Untersuchungsform ist die Polysomnografie, die neben der Atmung und Sauerstoffsättigung auch den Schlaf misst. Sie kann nicht nur die Atemstörungen aufzeichnen, sondern auch feststellen, ob diese im Schlaf auftreten und durch häufige Aufwachreaktionen den Schlaf stören.  

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