Schlaf-wach-Rhythmus und innere Uhr

Die innere Uhr und der individuelle Schlaf-Wach-Rhythmus

Der Schlaf-wach-Rhythmus wird von einem Kern im Hirnstamm vorgegeben und ist individuell verschieden: Jeder Mensch verfügt über seine persönliche "innere Uhr". Dieser individuelle Rhythmus wird über das Tageslicht und die (je nach Tageslicht unterschiedliche) Produktion eines Hormons namens Melatonin an unseren 24-Stunden-Tag angepasst.

Licht und auch der Stoff Melatonin können von einem Schlafspezialisten gezielt eingesetzt werden, um z.B. Menschen bei Schichtarbeit oder mit häufiger Reisetätigkeit in verschiedenen Zeitzonen (Jetlag) zu helfen.

Moderne Untersuchungsmethoden des menschlichen Speichels ermöglichen heute die genaue Messung des Melatonin-Anstiegs im Körper und damit die Bestimmung des natürlichen individuellen Schlaf-Wach-Rhythmus. Steht dieser fest, so kann der Schlafspezialist Licht und/oder Melatonin gezielt zur Beeinflussung des Schlaf-Wach-Rhythmus einsetzen.

Mehr Informationen unter Melatonincheck

Ein Beispiel: Jetlag

Der Begriff kommt aus dem Englischen (von jet = Düsenflugzeug und lag = Zeitdifferenz) und bezeichnet einen falschen Takt des Schlaf-Wach-Rhythmus nach Flügen über mehrere Zeitzonen.

Nach der Reise stimmt die innere Uhr nicht mehr mit der neuen Ortszeit überein. Licht und Dunkelheit treten zu ungewohnten Zeiten auf. Die natürlichen Rhythmen wie Essens- und Schlafenszeit, Hormonproduktion oder Körpertemperatur kommen aus dem Takt.