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Was geschieht im Schlaf?

Jeder Mensch verbringt etwa einen Drittel seines Lebens im Schlaf. In diesem Zustand koppelt man sich zwar von der Umgebung ab. Trotzdem befindet man sich in einem aktiven Prozess, denn im Schlaf geschehen Veränderungen unserer Hirn- und Körperfunktionen, die für unsere Erholung wichtig sind. Nach genauen (heutzutage teilweise messbaren) Abläufen verändert sich eine Vielzahl unserer Körperfunktionen, z.B. die Atmung, der Kreislauf, die Bildung und Abgabe von Hormonen, aber auch die Tätigkeit der Leber und der Nieren.
Offenbar regenerieren sich unsere Zellen während des Schlafs und das Immunsystem wird dadurch gestärkt. Auch für unser Gedächtnis und das Gefühlsleben ist der Schlaf wichtig, weil ein Teil der Einordnung und Verarbeitung unserer Erlebnisse, Ängste, Wünsche und Hoffnungen im Traum geschieht.

Der menschliche Schlaf läuft in mehreren rund 90-minütigen Zyklen ab.

In jedem Schlafzyklus schläft man immer tiefer, bis man das Stadium 3 erreicht, den Tiefschlaf. Danach taucht man quasi wieder auf und gleitet in die so genannte REM-Phase (REM steht für das englische "rapid eye movements", also schnelle Augenbewegungen). Der Schlafende bewegt in dieser Phase unter den geschlossenen Lidern die Augen und träumt. Deshalb wird der REM-Schlaf oft auch als Traumschlaf bezeichnet.

Im Verlauf einer Nacht wird der Anteil des Tiefschlafs innerhalb eines dieser zirka 90-minütigen Schlafzyklen immer kürzer und die Dauer des REM-Schlafs gegen Morgen immer länger. Die Verlängerung der Traumschlaf-Phasen am Ende der Nacht ist der Grund, weshalb viele Menschen den Eindruck haben, erst gegen Morgen zu träumen.

Wieviel Schlaf braucht man?

Die zur Erholung notwendige Schlafdauer ist individuell verschieden und auch abhängig vom Alter einer Person. Neugeborene schlafen während 16–18 von 24 Stunden, Kleinkinder während 12–14 Stunden. Bis zum dritten Lebensjahr nimmt die Gesamtschlafdauer dann langsam ab. Erwachsene Menschen schlafen im Mittel 7–9 Stunden pro Nacht, Frauen etwas mehr als Männer.

Die für eine Person notwendige Mindestschlafdauer lässt sich ohne Einbussen an Erholung nicht unterschreiten. Auch nur geringe tägliche Verkürzungen führen zu einem sich allmählich vergrössernden Erholungsmangel, der sich in Nervosität, Gereiztheit, Schläfrigkeit oder in der Abnahme der Konzentrations- und Leistungsfähigkeit äussert.