Videofilm über CPAP-Einstellungsnacht
Was ist die CPAP-Therapie und warum kann sie bei Atemstörungen hilfreich sein
Individuelle Einstellung der CPAP-Therapie
Die wirksamste Methode bei der Behandlung der obstruktiven Apnoe ist die Therapie mit einem so genannten CPAP-Gerät. CPAP steht für Continuous Positive Airway Pressure, also eine dauernde Luftzufuhr, die zu einem leicht erhöhten Druck in den Atemwegen führt. Deshalb spricht man auch von Überdruckatmung.
Mit Druck gegen Schnarchen, Atemaussetzer und Atemstörungen
Das CPAP-Gerät leitet die Raumluft mit individuell angepasstem Druck im Schlaf in die Atemwege des Apnoeikers und hält sie damit offen. Der Druck wird genau so angepasst, dass das Atmen mühelos möglich wird und Schnarchen sowie Atempausen und Atemstörungen verschwinden.
Lebensqualität dank CPAP-Gerät
Apnoeiker erleben den Schlaf oft bereits in der ersten Behandlungsnacht viel erholsamer. Das gute Gefühl, am Morgen fit zu sein, und die langfristige Verbesserung der Lebensqualität hilft vielen Patienten dabei, die zunächst undenkbare Vorstellung zu überwinden, jede Nacht mit einer Maske und einem Apparat zu schlafen.
Regelmässig anwenden
Entscheidend für den Therapieerfolg sind die optimale Anpassung der Maske und das regelmässige Anwenden des CPAP-Geräts (jede Nacht mindestens vier, besser aber sechs Stunden und auch an Wochenenden sowie während der Ferien). Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so hat die CPAP-Therapie eine Erfolgsrate von über 95 Prozent.
Therapieverlauf regelmässig überprüfen
In den Kliniken für Schlafmedizin werden Apnoe-Patienten sorgfältig und genau instruiert sowie bei der Eingewöhnung in die CPAP-Therapie und später mit Nachkontrollen begleitet. Wie und wann erfolgt im Normalfall die Nachkontrolle?
Wir kontaktieren Sie rechtzeitig und vereinbaren mit Ihnen die nötigen Termine.
Um genau herauszufinden, wie viel Luftdruck ein Apnoeiker braucht, um ungestört atmen und schlafen zu können, verbringt er eine Nacht im Schlaflabor. Dabei nehmen sich die Spezialisten viel Zeit für die Anpassung einer für die Gesichtsform des Patienten optimalen Maske: Sie muss bequem sein und gut abdichten. Ist die individuelle Maske ausgewählt, so kann der Patient versuchsweise damit atmen und nötige Anpassungen werden schrittweise vorgenommen. Während des Schlafs mit dem CPAP-Gerät im Schlaflabor werden dann alle relevanten Daten aufgezeichnet (Polysomnogramm), damit die Atmungshilfe optimal für den Patient eingestellt werden kann und das Gerät nur genau den Druck erzeugt, der seine Atemluft ungehindert fliessen lässt. Damit der Luftstrom im Schlaf nicht die Atemwege austrocknet, wird meistens ein Luftbefeuchter angeschlossen.
Der Vorteil der Anpassung im Schlaflabor ist, dass die Betroffenen während der ersten Schritte der Gewöhnung an die CPAP-Behandlung optimal unterstützt werden können. Zudem wird die Verbesserung des Schlafes dokumentiert und allenfalls gleichzeitig bestehende zusätzliche Störungen (wie z.B. Beinbewegungen oder Parasomnien) werden dabei festgehalten.
Das CPAP-Gerät arbeitet sehr leise. Sein gleichmässiges Geräusch ist meistens sowohl für den Patienten als auch den Bettpartner nachts viel weniger störend als es vor der Behandlung das laute Schnarchen war.
Um problemlos auf Reisen mitgeführt werden zu können, ist das Überdruckgerät handlich und leicht gebaut.
Beim Gerät besteht die Wahl zwischen Miete und Kauf. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.
Die Kosten für die Behandlungen und das CPAP-Gerät werden von der obligatorischen Grundversicherung der Krankenkasse übernommen (abzüglich vereinbarter Franchise und Selbstbehalt).